Narzisstisches Umfeld – das Verbot, du selbst zu sein

Ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt – weil es mir so oft begegnet. Und weil ich weiß, wie sich die einzelnen Phasen anfühlen, wie lang der Weg zu sich selbst ist und wo die Stolpersteine liegen.

Ein narzisstisches Umfeld kann bereits im Elternhaus ein Thema sein, oder aber erst in späteren Beziehungen. Meist merken die Betroffenen lange nicht, was da vor sich geht bzw. haben keine vernünftige Erklärung dafür. Die Diagnose „narzisstisches Umfeld“ kann eine Erlösung sein. Es gibt plötzlich eine Erklärung, Worte für das Unbeschreibliche.

Ich finde es so wichtig, dass Betroffene verstehen, was da passiert. Es gibt einen Weg da raus – seid es euch wert (auch wenn euch etwas anderes vermittlelt wurde)!

Was bedeutet narzisstisches Umfeld?

Jeder Mensch trägt narzisstische Züge in sich, dies zeugt von gesundem Selbstwert. Wenn diese Züge allerdings sehr stark ausgeprägt sind, ein überstarkes Bedürfnis nach Anerkennung und im Mittelpunkt stehen besteht und jegliche Empathie für Andere fehlt, handelt es sich u. U. um eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS).

Begründet ist die Störung auf einem schwachen Selbstwert. Deswegen versucht der Narzisst, diesen durch Bestätigung von außen zu stabilisieren, indem er sich über andere stellt, alles auf sich bezieht und andere abwertet. Narzissen sind Energievampire. Sie saugen die Energie aus ihren Opfern und lassen diese müde und entkräftet zurück. Ist ein Opfer „verbraucht“, wird ein neues gesucht. Das ist der Grund, warum Narzissten in Beziehungen selten treu sein können.

Es gibt verschiedene Formen des Narzissmus, nicht alle sind sofort offensichtlich:

  • Der exhibitionistische (offene) Narzisst: Er/Sie stellt seine/ihre Großartigkeit öffentlich zur Schau (über Aussehen, Status, materiellen Besitz), tritt selbstbewusst auf, ist erfolgreich, arrogant und kühl. Diese Art trifft man häufiger bei der männlichen Spezies an.
  • Der grandios-maligne (bösartige) Narzisst: Narzissmus kombiniert mit Aggression (Jähzorn) und Paranoia. Fühlt er/sie sich nicht angemessen behandelt und wertgeschätzt (oft eingebildet und nicht real=Paranoia), folgt Rache ohne Reue (in Form von körperlicher/psychischer Gewalt).
  • Der vulnerabel-fragile (verdeckte) Narzisst: er/sie am schlechtesten zu durchschauen. Diese Art von Narzisst wirkt nach außen verletzlich, schüchtern, hypersensibel. Sieht sich als Opfer von allem und jedem, bezieht alles auf sich. Opfert sich auf (auch gegen den Willen der anderen Person) und beklagt sich dann über die Undankbarkeit. Keinerlei Empathieempfinden, die Aufopferung geschieht allein aus dem Grund, sich selbst gut darzustellen. Dies sind überwiegend weibliche Narzissten.

    In der Praxis existieren oft Mischformen, z. B. eine verdeckte Narzisstin, die sich scheinbar für andere aufopfert (gegen deren Willen). Wird dies dann nicht genügend honoriert, folgt die bösartige Reaktion.

Wenn du bereits sehr früh mit Narzissmus konfrontiert wirst:

Schauen wir uns an, wie das in den einzelnen Lebensphasen aussieht:

Du erkennst dich da irgendwo wieder? Steckst du in einer toxischen Beziehung oder stammst aus einem Umfeld, das dich nicht entfalten hat lassen?

Lass uns gerne reden, wie ich dir helfen kann.

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